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Information über unser Angebot für Eltern von Kindern mit Fütter- / Essstörung

Kinder die zu früh geboren wurden oder schwere Erkrankungen haben, starten ihr Leben mit intensivmedizinischer Versorgung, um ihr Überleben zu sichern.
Die Ernährung durch die Sonde kann kurz- oder langfristig Folgen für die Entwicklung der Kinder haben.

Zum Beispiel:
- bei der Koordination von Saugen, Schlucken und Atmen beim Trinken
- bei der Ausdauer für die Nahrungsaufnahme, die reduziert sein kann
- in Form von allgemeiner und oraler Hypersensibilität
- beim Übergang zu oraler Ernährung

Dies kann aber auch Kinder betreffen, deren Start nicht so schwierig war.
Auch hier kann es zu Problemen beim Füttern kommen.

Da die Ernährung eine der wesentlichen Aufgaben der Eltern ist, können die oben genannten Schwierigkeiten des Kindes, ob mit oder ohne Sonde, sich auf die Beziehung (Interaktion) zwischen Eltern und Kind auswirken. Die Essensituation ist dann meist geprägt von Anspannung, Erwartung und Druck. Selten gelingt es den Eltern dem Kind die gewünschte Nahrungsmenge zu "verabreichen". Auf Seiten der Eltern enstehen Angst und Sorge, während das Kind in seinem Bemühen nach Autonomie auf den Druck mit Verweigerung reagiert. Es kommt zu einem schwer zu durchbrechenden Teufelskreis.

Unser Angebot richtet sich

zum Einen an die Kinder:
durch spezielle Übungen / Spiele wird die gesamte und speziell die orale Überempfindlichkeit abgebaut. Durch das Spiel und das Explorieren mit Nahrungsmittel wird die kindliche Neugier wieder geweckt und neue Erfahrungen ermöglicht.

zum Anderen an die Eltern:
durch Ausbildung zu der Thematik: Interaktions- und Bindungsstörung ( videogestützt ), sowie Ausbildung als Systemische Familientherapeutinnen können wir helfen, Änsgte aufzudecken und gemeinsam andere Lösungen für das bisherige Verhalten gegenüber dem Kind zu finden. Ziel ist es, die elterliche Aufgabe der Förderung der Entwicklung des Kindes wieder unbefangen und mit Spass auszuführen. Somit können die natürlichen Autonomiebestrebungen des Kindes wieder mit Freude wahrgenommen werden.

Einmal wöchentlich findet hierfür unser Spiele-Essen / Kinder-Picknick statt. Wir treffen uns Donnerstags zur Mittagszeit, um gemeinsam zu essen, während die Kinder sich auf ihre Weise mit den Nahrungsmitteln beschäftigen.
In dieser Zeit beobachten wir Therapeutinnen und Eltern den ( allgemeinen ) Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes, sowie den Umgang mit den Nahrungsangeboten / bzw. der oraler Nahrungsaufnahme.
Diese Beobachtungen während der Esssituation und auch durch Videoaufzeichnungen des gemeinsamen Spieles von Eltern und Kind, bieten die Grundlage, um gemeinsam mit den Eltern zu analysieren, wo das Kind in seiner der Entwicklung steht und wie es alters- und entwicklungsgerecht gefördert werden kann.



Durch die vielfältigen Erfahrungen der teilnehmenden Eltern mit ihren Schwierigkeiten im Alltag, im Umgang mit Behörden, das Finden einer geeigneten Kita, Beantragen von Hilfen, findet ein reger Austausch von Tipps untereinander statt. Andere Eltern sehen häufig auch viel deutlicher die Entwicklungsschritte die das eigene Kind schon gemacht hat.
In 6-wöchigem Turnus treffen sich Eltern und Therapeutinnen ohne die Kinder, um über persönliche Schwierigkeiten sprechen zu können und Ideen zur Veränderung zu arbeiten.

Zusätzlich bieten wir den Eltern Systemische Beratung in Form von Einzelgesprächen an.

Kontakt:

Kathrin Winkelmann; Ergotherapeutin,
systemische Familientherapeutin i.A.: 030 51056637 ergo@ergowinkelmann.de

Rosemarie Eisele; Logopädin,
systemische Familientherapeutin i.A.: 030 61287006 eisele@logogem.de